Gestern wurde ich für unser Unternehmenskonzept „zweites frühstück“ mit dem Unternehmerinnenbrief NRW ausgezeichnet. Dafür, dass wir uns jetzt „erfolgversprechendes Unternehmenskonzept“ nennen dürfen, musste ich mich einigen Herausforderungen stellen – natürlich toll, dass es sich gelohnt hat.

Warum ich den Unternehmerinnenbrief NRW gern wollte

Der Unternehmerinnenbrief NRW ist eine Initiative des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, die Gründungs- und Wachstumsvorhaben von Frauen unterstützt. Solche Unternehmerinnen, die mit Ihrem Unternehmenskonzept überzeugen, erhalten praxisnahe Unterstützung in Form eines Mentors, mit dem Sie Ihr Unternehmen weiter ausbauen und Wachstumsideen umsetzen können. Soweit so attraktiv – denn eine Meinung von außen und Unterstützung bei unternehmerischen Entscheidungen ist immer spannend.

Erinnerung an Gründungszeiten: Konzept und Businessplan für Bewerbung

Bewerbungsunterlagen

Ebenso interessant war für mich die Herausforderung, die die Bewerbung darstellt: erst gibt es ein Antragsformular, am Ende ist es halt ein Ministerium, da gehört ein wenig Bürokratie wohl dazu. Im zweiten werden ausführliche Bewerbungsunterlagen gefordert, ähnlich eines Businessplans, die eine Bewertung des Unternehmens und der anstehenden Projekte möglich machen. Dieser Teil des Projekts war für mich der nervenaufreibendste, denn sich nach 4 Jahren Unternehmertum nochmal einer Jury zu stellen die das eigene Geschäft bewertet… das hat mich durchaus nervös gemacht.

Vorbereitung ist die halbe Miete – aber warten müssen macht nervös

Man war ich aufgeregt

Gestern um 9 Uhr war es soweit: mein Termin mit der Jury im Frauen Forum Münster. Ich bin schon um 8:30 Uhr dort gewesen um die Präsentation vorzubereiten – dabei habe ich mich für Flipcharts entschieden und vorher hier ausführlich geprobt um auch den Zeitrahmen der vorgegebenen 10 Minuten einzuhalten. Lange in Erinnerung bleiben werden mir die 25 Minuten von 8:50 Uhr bis 9:15 Uhr, in denen ich auf meinen „Auftritt“ vor der Jury in einem kleinen Raum warten musste. Ich bin wirklich schon lange nicht mehr so nervös gewesen.

Präsentation und Fragerunde mit der Jury

Dann ging alles ganz schnell: ich war an der Reihe, „flog“ durch meine Präsentation und war insofern zufrieden, dass ich den Eindruck hatte, zumindest alle guten Argumente platziert zu haben. Die anschließende Fragerunde zeigte schnell, dass die Jurymitglieder sich gut vorbereitet hatten: die Fragen gingen in die Tiefe. Geschäftsmodell, Zahlen, Marktabdeckung, Vertriebsstrategie… all das stand auf dem Prüfstand und bei manchen Fragen war ich überrascht von der Perspektive der Jury. Das war hart aber im Nachhinein freue ich mich besonders denn nur deswegen ist die Auszeichnung nun auch eine Bestätigung über unseren richtig eingeschlagenen Weg.

Als ich anschließend wieder im Warteraum saß und auf die Beratung des Gremiums wartete, hatten die Fragen zumindest bewirkt, dass ich gar nicht mehr so sicher war, den Unternehmerinnenbrief NRW auch zu bekommen.

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Tolle Kunden, tolles Team – mit denen konnte ich punkten

Ergebnis, Foto, Feedback

Auch wenn die Wartezeit vor der Bekanntgabe Nerven gekostet hat, ich finde das Vorgehen super, noch am selben Tag zu wissen, ob man den Unternehmerinnenbrief NRW gewonnen hat oder nicht. Ich kam nach ca. 15 Minuten zurück in die Runde und da lagen schon der Blumenstrauß und die Urkunde bereit. Zu meiner Präsentation habe ich eine sehr solide und für mich wertvolle Rückmeldung bekommen, die allein schon wichtige Hinweise für meine weiteren Wachstumsvorhaben enthält. Wir haben ein Pressefoto gemacht und eh ich mich versah war alles vorbei und ich war auf dem Weg ins Auto. Sehr dankbar bin ich für die Angebote verschiedener Jurymitglieder, mit mir zu einem späteren Zeitpunkt nochmal zu telefonieren um einige Hinweise zu erläutern – ich war nur noch begrenzt aufnahmefähig…

Die ersten Gratulanten: meine Kollegen

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Im Büro: Die Anspannung fällt ab

Das Handy war den Vormittag mein Begleiter und so über Whatsapp auch meine Kollegen aus dem zweites frühstück Büro. Die drei waren daher auch die ersten Gratulanten bevor ich – gefühlt noch immer im Adrenalinrausch – zurück nach Rheine fuhr. Im Büro wurde erstmal eine Flasche Sekt getrunken und ich habe mühsam versucht, mich an alle Details zu erinnern und ausführlich berichtet.

Was kommt als Nächstes?

Montag werde ich für die Presse interviewt (schöne überregionale PR) und es wird über meinen Mentor entschieden. Ich bin sehr froh und erleichtert und genieße grade, dass der Druck von mir abgefallen ist und ich soviel bestärkende Rückmeldung zu zweites frühstück hab. Ja natürlich kann der geneigte Leser jetzt sagen „Du weißt doch dass ihr gut seid“ und tatsächlich denke ich wirklich, wir haben es uns verdient – aber es sich nochmal schriftlich geben zu lassen ist einfach schön 😉

Wieder im Büro

Vor dem zweites frühstück Büro

Danke schön

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei meinem Team bedanken, das in den Tagen vor der Jurysitzung geduldig bei der Erstellung und Optimierung meines Vortrags, den Fragen nach dem Outfit, dem Heraussuchen von geeigneten Referenzen und vielem mehr mitgemacht hat.

Danke auch an Frau Scherzer vom Frauenforum, für die persönliche und sehr herzliche Betreuung, im Vorfeld und am Tag der Präsentation.

Toll und sehr hilfreich war das Präsentationscoaching von Heike Schulze-Werner, die mich sehr individuell und effektiv auf die Stärken und Schwächen meines Vortrags hingewiesen hat.

Nicht zuletzt möchte ich den Mitgliedern der Jury danken:

Marithres van Bürk-Opahle vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Münsterland

Ulrike Wegener von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken

Britta Schulz für die Handwerkskammer Münster

Christian Seega für die IHK Nord-Westfalen

Gerlinde Amsbeck für Frauen & Beruf Münster

Evelyn Leipold von der WGZ Bank Münster

Elisabeth Remmersmann von der Wirtschaftsförderung Münster GmbH

Martin Luig von der Sparkasse Münsterland Ost

Und so sieht der Unternehmerinnnenbrief NRW aus:

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